Die Tauplitz-Forschungswoche 2003 (9.-15. August)
Der niederschlagsarme Sommer bringt für die Tauplitz-Forschung Vor- und Nachteile: Einerseits sinkt die Gefahr von Wassereinbrüchen, anderseits hält sich Eis und Schnee viel länger in tiefen Teilen der Höhlen. So konnte diesmal aufgrund gefährlicher Vereisung des 100 m - Schachtes 'Ofenrohr' nicht wie geplant in das System 1550 abgestiegen werden.
Die alternativen Forschungsziele erwiesen sich jedoch als sehr ausgiebig: Im Höhlenteil Glykolschacht konnten in Tiefen zwischen -200 und -300 mehrere Schacht- und Horizontalfortsetzungen bearbeitet werden. Im östlichsten Teil führt ein grosser Kluftschacht bis in eine Seehöhe von 1575 m, die bewetterte Fortsetzung ist jedoch leider äusserst hochwassergefährdet, weshalb von einer weiteren Befahrung Abstand genommen wurde.
Unweit des Grundes der Einstiegsstufe konnte ein verwirrendes Kluftlabyrinth aufgenommen werden. Gleichzeitig schräg nach S einfallend und phreatisch überprägt, sind diese Teile für den Burgunderschacht höchst untypisch. In einem kleinräumigen Horizontallabyrinth wurde noch in einer Tiefe von 200 m Eis angetroffen.
Insgesamt konnten rund 800 m Neuland vermessen werden, die Ganglänge des Burgunderschachtes beträgt somit genau 17900 m.
Teilnehmer: Michael Behm, Robert Greilinger, Matthias Hammer, Alex Klampfer, Sebastian Kogler, Clemens Zuba
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