Ziel war das Hochtormassiv mit den berühmten "Gesäuse-Nordwänden" in dem bisher nur sehr wenige Höhlen verzeichnet waren und das gleichermaßen mit alpinen und höhlenbefahrungstechnischen Schwierigkeiten aufwartet. Erst 1999 war in diesem Gebiet vom Organisator der Expedition der erste Plan einer Höhle aufgenommen worden. Eine mit Hilfe des stmk. Höhlenkatasters (V. Weißensteiner) durchgeführte Zusammenstellung sämtlichen greifbaren Wissens über die Höhlen, Farbkarten, Geländefotos und natürlich die Alpinliteratur bildete nun die Grundlage für mehrere flexible Kleingruppen, die sich trotz Schneesturms am Beginn der Woche ins schwierige Gelände wagten.
Mit nahezu 40 neuen Objekten (vor allem Schachthöhlen) wurde die Anzahl der katastermäßig erfassten Höhlen verdreifacht. Das größte bearbeitete Objekt ist der Seekarschacht mit an die 500 m Länge und 200 m Tiefe (genaue Auswertung noch in Arbeit). Höchstgelegene Höhle ist der schon 1974 registrierte, aber erst jetzt erforschte, 50 m tiefe Schneeschacht in 2240 m knapp unterhalb des Hochtorgipfels. Schwieriger erreichbar war jedoch beispielsweise der Dachl-Diagonale-Schacht, dessen Eingang sich in den Überhängen der Dachl-Nordwand befindet. Die Prusik-Höhle, ebenfalls in der Dachl-Nordwand öffnete dem Klimatrend entsprechend ihren Eissiphon am bisherigen Höhlenende. Es folgte jedoch kein Horizontalgang sondern eine senkrechte Randkluft, die einen über 20 m mächtigen, geschichteten Eiskörper aufschließt. Ob und wie dieses Klimaarchiv von der Wissenschaft auch genutzt werden kann, ist allerdings fraglich...
Von allen festgestellten Höhlen wurden zumindest BMN-Koordinaten mit GPS, ein Foto und eine (Lage-)Beschreibung angefertigt. 21 Höhlen, darunter 5 bereits im ÖHVZ verzeichnete wurden auch vermessen - insgesamt über 1 km Höhlenstrecken. Detailergebnisse sollen im Rahmen der Mitteilungen des Landesvereins für Höhlenkunde in der Steiermark veröffentlicht werden.
Teilnehmer waren: Reinhard Fischer, Robert Fröhlich, Andreas Glitzner, Eckart (Organisator) und Gerlinde Herrmann, Alex Klampfer, Christa und Theo Pfarr, Peter Straka und Günter Stummer.
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