Die Dachstein-Forschungswoche Ende Dezember 2003
Bei mehreren Touren in die Weissbier- und Mammuthöhle konnten aussichtsreiche Fortsetzungen aufgefunden werden: In letzterer konnten im tagfernen Wiener Labyrinth ausgedehnte phreatische Teile und Canyons aufgefunden werden, die sich weiter nach Süden fortsetzen. Im engen Wernercanyon wurden die Forschungen wieder aufgenommen, auch hier sind noch vielversprechende Fragezeichen aufzuarbeiten. Die aktuelle Ganglänge der Mammuthöhle beträgt somit 58 477 m.
Eine als Ausbautour geplante Fahrt in die benachbarte Weissbierhöhle führte unerwarteterweise zu Neuland: Eine bei der letzten Tour noch als unbefahrbar bezeichnete Engstelle konnte bezwungen werden, allerdings nur um zu weiteren Engstellen zu gelangen. Die Ganglänge wächst auf 1027 m. Jedenfalls besteht nun wiederum eine reelle Möglichkeit der Verbindung beider Höhlen, die Horizontaldistanz beträgt ca. 25 m.
Das diese Verbindung zumindest genetisch gegeben ist, wurde durch einen Markierungsversuch nachgewiesen. Eine in der Weissbierhöhle eingespeiste Salzlösung konnte im oberen Bohnerzbach der Mammuthöhle mithilfe eines Leitfähigkeitsmessgerätes registriert werden. Der Höhenunterschied der gesamten unterirdischen Fliessstrecke kann somit mit ca. 560 m angegeben werden.
Teilnehmer: Michael Behm, Robert Horak, Lukas Plan, Clemens Zuba sowie Mitglieder des Speleoclub Frankenjura (SFC)
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