Raudnerhöhle

9. Juni 2018   Stiwoll / Stmk.

Was macht man an einem heißen Sommertag? Man geht in eine schöne, kühle Höhle ! Oder halt auch in ein Bergwerk.
\r\nIn einer etwa sechsstündigen Tour wurde der Nordteil der Raudnerhöhle (siehe auch Tour vom 1.5.) bis auf wenige Reststrecken fertig vermessen. Die verwinkelten, großteils niedrigen Stollen ziehen noch ein ordentliches Stück Richtung Norden, bevor sie (teils verlehmt oder an Wasserstellen) enden. In diesem Bereich konnten einige kuriose Funde gemacht werden: zum Beispiel ein lehmverkrusteter Meißel. Stammt er noch aus der Zeit des Bergwerkbetriebs oder haben ihn rezente Mineraliensammler dort hinterlassen? Kurios auch zahlreiche, teils noch mit Fell besetzte Knochen in den hintersten Gangabschnitten. Welches Tier ist so weit in das Bergwerk hinein gekrochen und - wo ist der Rest dieses Tieres? Nicht unspannend. Immer auf der Hut vor dem Knochen verschleppenden Höhlenmonster wagten wir uns weiter vor, das Höhlenmonster zeigte sich jedoch nicht. Stattdessen fanden wir aber erstmals einen eindeutigen Hinweis auf einen natürlichen Höhlenteil, in Form einer steil abwärts, nach Westen ziehenden, versinterten Kluft, deren endgültige Erforschung wir uns aber für ein Andermal aufheben wollten.
\r\n
\r\nUnd weil wir schon einmal in der Gegend waren, begaben wir uns anschließend auch noch auf Erkundungstour in den (neueren, großräumigeren) Südteil des Bergwerks, welcher sehr ausgedehnt und labyrinthisch ist, sodass wir uns zeitweise nicht mehr sicher waren, in welcher Richtung nun unser Rückweg liegt. Bei einem mehrere Meter tiefen Abbruch mussten wir schließlich umkehren. Die Existenz einer tieferen Etage ist nahe liegend - im Wald, unterhalb des bekannten Eingangs, wurde ein dazu passender verstürzter Eingang gefunden.
\r\n
\r\nInsgesamt ist die Raudnerhöhle nun rund 750 m lang, im Südteil wurden weitere 500 m + befahren.

Mit dabei: Dietmar Allhuter, James, Hodza, Bernhard Lentner, Wetti Wielander

[ zurück ]


[ zurück ]