Forschungswoche Schiestlhaus

3. bis 10. September 2017   Hochschwab

Das siebente Mal in Folge fand die Forschungswoche mit logistischer und finanzieller Unterstützung von Wiener Wasser (MA 31) am Hochschwab statt. Vom 3. bis 10. September fanden sich die ForscherInnen am Schiestlhaus ein. Auch heuer wurden wir wieder von unseren ungarischen und tschechischen Freunden unterstützt. Die TeilnehmerInnenzahl variierte im Wochenverlauf zwischen 8 und 13 Personen.
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\r\n\\r\\nHeuer begann die Forschungswoche mit 20 cm Neuschnee. Daher wurde der Explorationsfokus in den ersten Tagen auf die Wasserböden und das Gebiet um den Wetterkogel gelegt. Es konnten insgesamt 38 Höhlen erstmals dokumentiert werden. Darunter auch vier Mittelhöhlen:
\r\n\\r\\nWABÖ-Doppelschacht- 721 (L: 50 m, H: -14 m), der Eisfallschacht (L: 62 m, H: -62 m), der Übersehene Schacht (L: 73 m, H: -36m) und der Schneeschmelzschacht (L: 58 m, H: -49 m).
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\r\n\\r\\nDer Potentialschacht (1744/475) wurde heuer abgeschlossen. Alle vielversprechenden Fortsetzungen wurden erforscht und dokumentiert. Auch die noch ausstehenden Nachvermessungen konnten durchgeführt werden. Der Potentialschacht weist nun eine Ganglänge von 2099 m und eine Horizontalerstreckung von -108 m auf.
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\r\n\\r\\nBereits 2015 wurde der G’hacksteinschacht (1744/14) nachvermessen und dabei eine großräumige Fortsetzung gefunden und dokumentiert. Heuer wurden die beiden möglichen Fortsetzungen ausgeforscht. Leider ergaben sich nur wenige Meter Neuland.
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\r\n\\r\\nAufgrund des wechselhaften Wetters (Schnee, Regen, Wind und etwas Sonne) wurde auf einen Tiefenvorstoß im Steinbockschacht (1744/599) verzichtet. Letztes Jahr wurde das Paralleluniversum entdeckt und vermessen. Am großen Einstiegsschacht (des Paralleluniversums) setzten drei mögliche Fortsetzungen an, eine dieser drei wurde heuer erforscht und ein drittes, ebenfalls paralleles Schachtsystem entdeckt, das in bereits bekannte Teile führt. Da der Schacht im Gegensatz zum Fast-100-m-Schacht trocken ist, ist nun ein wassersicherer Ab- und Aufstieg möglich. Im Steinbockschacht wurden rund 200 m vermessen. Somit beträgt die neue Ganglänge 1,5 km.
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\r\n\\r\\nDank gilt wie jedes Jahr neben der MA 31 der Schiestlhauscrew. Die uns zu jeder Tages- und Nachtzeit willkommen heißt und uns verwöhnt wie keine andere! 

Mit dabei: Gyurci Adamoczky (HU), Thomas Exel, Barbara Funk, Lili Guggenberger, Bibiana Heigl, Hana Janeckova (CZ), Zsolt Kántor (HU), György Kovács (HU), Otakar (Ota) Krásný (CZ), Andreas Muttenthaler, Pauline Oberender (D), Gergely Pajor (HU), Lukas Plan, Leto Tokarev (HU)
Vermessen: 1000 m

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Die Obere Dullwitz ist schneefrei. (Foto: Gyurci)
Die Obere Dullwitz ist schneefrei. (Foto: Gyurci)
Lukas und KGY am ersten Tag. (Foto: Gyurci)
Lukas und KGY am ersten Tag. (Foto: Gyurci)
Gyurci bei einem der neu entdeckten WETT-Schächte. (Foto: Lukas)
Gyurci bei einem der neu entdeckten WETT-Schächte. (Foto: Lukas)
Die Verhackerte Halle im G
Die Verhackerte Halle im G'hacktsteinschacht. (Foto: Lukas)
Spiel und Spaß beim Brücken bauen...(Foto: Lukas)
Spiel und Spaß beim Brücken bauen...(Foto: Lukas)
Gute Aussichten... (Foto: Lukas)
Gute Aussichten... (Foto: Lukas)
Leicht verschlafen...aber es sind (noch) alle da! (Foto: Ein Gast)
Leicht verschlafen...aber es sind (noch) alle da! (Foto: Ein Gast)

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